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Archive für 2.7.2007

Ich hab ein Haus, ein kunterbuntes Haus…

…nein, kein Äffchen, kein Pferd. Bisher nur Hasen, Möwen, Schwalben, A-Z-Hörnchen, Stinktiere und Opossums. Und natürlich eine ganze Menge plattgefahrener Waschbären am Straßenrand. Die scheinen Beschleunigungsschwierigkeiten in den Highwayauffahrten zu haben. Der Hase saß mümmelnd vor unserem Hotel, vielleicht findet Ihr ihn ja auf dem Bild, die Möwen kommen später, tote Waschbären lohnen keine Bilder und für den Rest war´s entweder zu dunkel oder unsere Kamera zu langsam.

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Aber Fauna und Flora des schönen Connecticut interessieren Euch ja nun sicher nicht so brennend. Wie ich die meisten von Euch kenne, wollt Ihr unsere Villa Kunterbunt, oder eher Bate´s Motel sehen… Nun, hier sind ein paar Details.

Gustl vor der Doppelgarage (!!!) mit Miet- und Zweitfahrzeug. Der Mietwagen ist ein Chevrolet “Cobalt”, eine echte Ludenschleuder… Im Rückspiegel sieht man vor allem den Spoiler, der sich auch hervorragend als Abstellfläche für diverse Cappucinobecher eignet. Sonstige Nutzen eines Heckspoilers bei Höchstgeschwindigkeiten von 65mph erschließen sich mir nicht, aber ich bin ja auch kein Fahrzeugbauer. Wolf? Hast Du dazu eine Meinung? Beim Zweitfahrzeug handelt es sich um einen simplen Besen, den wir als umweltfreundliches Produkt dick in Plastikfolie eingewickelt erstanden haben. Ich gebe ihm ein halbes Jahr…

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Ich hatte ja schon die Küche und deren Zustand erwähnt. Also sauber krieg ich sie schon, mit viel Chemie, aber das war´s dann auch. Die Spüle ist wie das gesamte Haus von 1923. Sie soll erhalten werden, das liegt Matthew Whalen, unserem Vermieter, sehr am Herzen. Das wird sie auch sicher, im Keller, sobald ich eine neue habe. Ich spüle nicht in angeschlagenem, angegammeltem Emaille, und wenn es noch so antik ist!!! Das Tischchen in der Mitte ist, wie man so schön sagt “aus der Zeit”. Meiner Meinung nach ist es irgendwann aus dem Raum-Zeit-Kontinuum geflüchtet, da es sich ob seiner Häßlichkeit geschämt hat. Daß es ausgerechnet in der Lexington Road landen mußte haben sicher höhere Mächte zu verantworten. Es darf dann auch im Keller wohnen. Im Hintergrund sieht man übrigens den Butler´s Room. Das ist ein Durchgang zwischen Küche und Eßzimmer, wo sich früher der Butler die weißen Handschuhe anzog, bevor er der Herrschaft die Suppe servierte, in die er vorher sicher öfter mal gespuckt hat. Heutzutage wird sowas wohl als Vorratskammer benutzt. Ich werde dort das Geschirr stapeln. Die Putzsachen sind übrigens neu.

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Seit dem 28. Juni, unserem Ankunftstag, haben wir bereits viel Geld ausgegeben (by the way: danke Vati, ist angekommen!). Und Verena, Du wirst es kaum glauben, IKEA New Haven hat Sofas ab Lager!!!

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Ach so, das ist unser Wohnzimmer, das mit dem OFFENEN KAMIN!!!

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Der Durchgang führt ins Eßzimmer, das auch durch den Butler´s Room betreten werden kann, blabla… Die Wandlämpchen kommen übrigens in die Antiken-WG im Keller.

Wofür sie ja wirklich ein Faible haben hier sind Wandschränke. Ich schließe mich dem an. Ich muß jetzt nur noch irgendwo Lavendel auftreiben, denn dieser Geruch nach Alter Mann ganz unten ist schrecklich deprimierend. Die Wandschränke und auch die anderen Türen werden mit diesen wunderbaren Glastürknäufen geschlossen, wenn sie denn schließen…

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Das Obergeschoß ist noch nicht geputzt, deshalb noch keine Bilder. Aber glaubt mir, es bleibt spannend, da gibt es ein Fenster, das nicht schließt, weil da nämlich der Rahmen morsch ist, eine mit Blättern überübervolle Dachrinne, viele Wandschränke, einen abgesperrten Dachboden (in Europa hat man die Leichen im Keller, hier wohl im Speicher, naja, andere Länder…)

Wenn sauber, geht es hier weiter. Dann erzähl ich auch von unserem Balinesischen Bett und dem Erlebnis eines Matratzenkaufs bei Sleepy´s bei einer bezaubernden Deutsch-Russischen Jüdin mit goldigem Humor und noch mehr Gold am Handgelenk.

Bis dann!

 

 

 

Abschied - oder - der Tod in Dosen

Man denkt ja immer, man hat alles im Griff, kommt mit allen Situationen gut klar, ist das, was in Frauenzeitschriften gerne mal als “starke Frau” bezeichnet wird. Ja Pfeifendeckel, das könnt Ihr alles vergessen! Wenn ich Abschied nehmen muß, bin ich die größte Versagerin, die man sich vorstellen kann. Ich hasse und verabscheue es, Abschied nehmen zu müssen! Ich mache es prinzipiell falsch, heule bei den Leuten, bei denen ich mir fest vorgenommen habe, trocken zu bleiben, heule nicht, wenn andere heulen, laufe davon, wenn es noch viel zu sagen gäbe, etc. Deshalb hier noch einmal für alle: ich werde viele von Euch lange nicht sehen, sprechen, fühlen, schmecken und riechen. Aber ich habe Euch alle hier bei mir, immer.

Der Abschiedsmarathon:

6. Juni: Abschiedsfeier mit den Kollegen

8. Juni: endgültiger Abschied von Epcos. Weniger schwierig, um ehrlich zu sein…

9. Juni: Abschiedsfest (siehe dort)

14. Juni: Gundls und Markus´ Polterabend und gleichzeitig Abschied von den beiden

20. Juni: ein letztes Mal Schinkennuuuuuuuuuuuuudeln im “Dicken Mann” mit Flo und Frau Pfirrmann. Natürlich verbindet uns mehr als eine große Portion guten Essens auf dem Teller, Ladies!!!

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21. Juni: die Epcos-Heuschrecken fallen über meine Tupperware-Vorräte her. Teilnehmer waren Familie Müfall, Familie Wimberzeth-Haberbauer, die schwäbische Rollerblade-Connection und Tirol, mein Tirol, mein schönes Tirol, das auch noch die französische sauterelle Emma vertreten mußte (wenn das der Andreas Hofer wüßte…).

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22. Juni: Abschied von Markus, dem Adoptivvater meines ersten und meistgeliebten Autos, das übrigens allen Unkenrufen zum Trotz wieder TÜV hat! Ätsch, ich hab gewußt, daß der englische Patient überleben wird! Markus, bitte um Fotos!

23. Juni: Abschied von all den Dingen, die in München eingelagert wurden. Vielen vielen Dank an Pino, Wolfgang, Martin, Fritz, Andy und Steffi incl. Lotschgo. Ich würde Euch so gerne versprechen, daß Ihr meine alten Marmorplatten ein letztes Mal schleppen mußtet, ich wage hier aber einfach keine Prognosen… Steffi hat abends noch Lasagne für uns gekocht, meine Pastakönigin!

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24. Juni: Theoretischer Abschied von unserer Küche, die wir nach einigem Hin und Her doch noch an unsere Vermieter verkaufen konnten. Wenn Ihr meine amerikanische Küchen sehen könntet, Ihr würdet meine alte in kleine Pakete verpacken und aus purem Mitleid hierher schicken. Aber darüber später mehr…

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26. Juni: Natalie bekocht die Weiber Alexa, Claudia mit Ägir und Inken auf´s Allerfeinste. Natalie vor dem Gasherd knieend, irgendwo zwischen Kichern und Weinen aus Panik, der Herd würde die Nachspeise nicht gebacken kriegen (hab ich das nicht schön hingekriegt? Herd - gebacken kriegen…), das werde ich so schnell nicht vergessen. Für alle Hungrigen: es hat geklappt. Und der Vodka hat geschmeckt!!!

27. Juni: Abendessen bei den Thalers. Alexa, Dein kleiner Buddha wird mich sicher beschützen. Ich liebe Dich von ganzem Herzen!

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28. Juni: Um 11:30 steht das Taxi vor der Tür. Jakob und Gabriele sind da. Jakob ganz cool, logisch! Gabriele ganz und gar nicht cool, auch logisch. Ich bin froh, daß es schnell gehen mußte! 

 

 

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