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Archive für Februar 2011
Ich hab’ Dein Knie geseh’n…
11.2.2011 by Inken.
Für alle Neugierigen und die, die uns (noch) nicht besucht haben, hier ein paar Eindrücke von unserem neuen Zuhause “Am Knie”.
Unser Haus steht in Pasing, also im Westen von München. Umme Ecke ist der Stadtkern von Pasing, was natürlich sehr praktisch ist. Und Gu hat nicht weit zur Arbeit, was mir persönlich ja wurscht sein könnte, aber es ist auch schön, abends einen nicht über den Verkehr meckernden Mann heimkommen zu sehen… Über die Erfahrung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in diesem Winter sag ich jetzt lieber nichts ohne Rücksprache mit meinem Anwalt.
Unser neues Zuhause also:
Durch ein Tor kommt man erst mal in den Hof. Links ist die Garage (und das nicht so sehr fotogene Mülltonnenhäusl). Zwischen Garage und Hausmauer seht Ihr einen Durchgang, der auch genau dafür genutzt wird: um durchzugehen.
Die Blumentopfsammlung wartet auf Bepflanzung, und ich warte auf den Frühling…
Wenn man also durch den Durchgang durchgegangen ist, biegt man rechts ab und steht vor dem Garten.
Auch hier warten die Töpfe auf Oleander und Co. Der Garten ist rundherum mit Hecken (meine Haßliebe zu Thujen kann ich jetzt hegen und pflegen) umzäunt und ist weder zu groß noch zu klein.
Fragt mich bitte nicht, wozu das weiße Gestänge gut sein soll. Im Moment dient es als Teppichstange und Halterung für Lichterketten. Im Sommer wird hoffentlich die existierende Kletterrose und ein bis fünf Glyzinien das Ding zuwachsen.
An prominenter Stelle der Grill, wie Ihr seht. WENN wir irgendwas typisch Amerikanisches adoptiert haben, dann die Liebe zum BBQ. Und wenn ich an Gu’s Räucherrippchen denke, hab’ ich spontan eine Pfütze auf der Zunge…
Und wenn Ihr Euch jetzt einfach umdreht, dann steht Ihr vor unserer Haustür, die sich nicht zur Straße raus befindet, sondern eben auf der Gartenseite.
Die Häuser sind Doppelhäuser, wobei unser Nachbarhaus im Moment leer steht und zu vermieten ist. Also falls jemand sucht, ist wohl grade frisch renoviert.
Nu gemma mal rein.
In New Orleans nennt man so was ein “shotgun house”, was bedeutet, wenn man vorne rein schießt, fliegt die Kugel, falls niemand im Weg steht, ungehindert auf der anderen Seite wieder raus.
In München nennt man so was ein Haus ohne Garderobe…
Links geht es direkt ins Gästeklöchen, das ich mit freundlicher Unterstützung meiner Schwiegermutter so kitschig wie möglich gestalte. Von ihr stammen der Trockenblumenstrauß und ein auf dem Bild noch nicht sichtbarer Porzellankerzenhalter, bei dessen Anblick einem sofort und spontan die Augen einfrieren, ganz wunderbar. Das Rosenmotiv wiederholt sich dann noch auf einem Porzellanbild, das manche von Euch bereits kennen. Der Kitsch ist also gewollt. Ansonsten ist es halt ein Klo.
Links geht es direkt die Treppe hoch, aber dazu kommen wir noch.
Rechts kommt man ins Wohnzimmer mit Blick auf den Garten, klein, aber gemütlich. Neue Couch und so weiter…
Den Durchgang zum Esszimmer behütet unser neues Haustier.
Und hier wird gemampft.
Die heiß geliebten Amerikanischen wall cabinets fehlen mir hier wie ein Stück Brot (auch die darin befindlichen, Pullover klauenden Geister irgendwie). Aber Deutsche Wände sind nun mal nicht hohl, und deshalb musste dringend Billy mit Glastüren her.
Die Bar ist trotz “Austrinkparty” wieder gut gefüllt.
Hier fehlt noch ein großer Spiegel quer über die Kommode. Wenn also jemand was Hübsches sieht, sagt doch bitte Bescheid.
Natürlich hängt auch der Beweis für die Vergänglichkeit allen Seins wieder an der Wand. Interessant ist, wie sich Bohrlöcher hier verhalten. Wir verfügen über selbstheilende Wände. Wenn man ein Loch bohrt und den Bohrer wieder rauszieht, geht das Loch durch nachfallende Kieselsteinchen wieder zu. Um aber trotzdem noch zu wissen, wo das Loch sein sollte, platzt dafür der Verputz in unvergleichlich großzügiger Weise ab.
Diese Lampe ist mein ganzer Stolz und ich bin verliebt wie ein Teenager. Auf welche Weise und mit welchem Zeitaufwand sie allerdings dort gelandet ist, wo sie jetzt hängt, ist eine Geschichte für sich. Gustl erzählt Euch davon sicher gern…
Wird langsam zur Tradition, dass wir in Häusern mit Rundlauf wohnen. Vom Wohnzimmer geht es ins Esszimmer…
… und vom Esszimmer in die Küche, von dort in den Flur, und dann wieder ins Wohnzimmer.
So, und weil ich nach wie vor froh und glücklich darüber bin, endlich wieder über eine Küche zu verfügen, die den Namen verdient, hier `ne Menge Bilder davon.
Natürlich gäb’s hier auch wieder Grund zu meckern, aber ich lass’ es jetzt einfach. Passt scho, ist eben gemietet…
Wenn man dann wieder im Flur angekommen und noch immer nicht schwindlig ist vom Ringelpietz des Erdgeschosses, dann geht es die Hühnerleiter hoch in den ersten Stock.
Man landet am Ende der Treppe in unserem Badezimmer. Das war damals im immoscout als “Duschtempel” inseriert. Nun, da es nur eine Dusche gibt, ist das auch nicht komplett gelogen… Es scheint unser Schicksal zu sein, entweder ein nettes Bad ODER eine nette Küche zu mieten. Aber das Bad erfüllt seinen Zweck, auch wenn ich persönlich keine Fliesen in Bahamabeige, oder eine Duschkabine aus Kunststoff aussuchen würde. Na Hauptsache, wir kriegen den Körpergeruch in den Griff…
Schöner als das Bad ist der Flur, der hinter der Treppe in den zweiten Stock in einem kleinen Nischchen mündet, das jetzt als meine “Bibliothek” dient.
Ein bisschen aufräumen muss ich noch, und ein Schaukelstuhl muss noch weg, und ein grätzig pinker Vorhang muss noch hin, aber sonst ist sie fertig, die Leseecke.
Die Tür zwischen dem großen Spiegel und den Bücherregalen führt ins Schlafzimmer. Dort fehlen noch Bilder, aber es schläft sich hervorragend drin. Naja, immerhin hängt die “Schwebende Kuh” schon…
Das Fenster geht zum Garten, wir werden also im Moment von Vogelgezwitscher und dem Krächzen der Krähen geweckt.
Das Bett aus Bali hätte sich wahrscheinlich auch nicht träumen lassen, mal in München zu landen.
Im ganzen Haus hängen Deckenlampen, die unserem Vermieter gehören. Nicht alle sind schön, wenn ich das mal so sagen darf. Aber die im Schlafzimmer finde ich ganz gelungen.
Das Zimmer nebenan ist mein Büro und das Schrankzimmer. Gustl bestand auf Glastüren, damit ich nicht wieder mit Malerarbeiten anfange, wie sonst bei IKEA-Schränken…
Der alte PAX durfte trotzdem mit. Ich find ihn immer noch klasse.
Und da ich ja nicht malen darf, hab’ ich einen Arbeitsplatz.
Von hier aus sieht man die Gleise der Linie 19. Es ist aber dank Schallschutzfenstern sehr ruhig.
Ein paar Taschen hatten keinen Platz mehr im Schrank.
Und meine Sammlung blaues Glas steht auch wieder rum. Irgendwas muss den Staub ja fangen…
Und nun für alle, die noch atmen können, der Aufstieg in den zweiten Stock.
Hier gibt es ein Vorzimmerchen, das noch nicht seine endgültige Bestimmung gefunden hat.
Und natürlich gibt es ein Gästezimmer, klein aber gemütlich, Nut- und Federbretter machen es möglich (naja, mein Geschmack ist es nicht, aber erst mal tut es seinen Dienst).
Und dann ist da noch unser eigener kleiner Chaos-Computer-Club, sprich Augustins Reich. Ich habe beschlossen, mich hier nicht einzumischen
So, nun wißt Ihr, wie es bei uns aussieht. Und wenn Ihr Euch zutraut, morgens vor unserem Duschtempel Schlange zu stehen, packt Eure Köfferchen und kommt uns besuchen!
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